Kunstverein Springhornhof / Neuenkirchen – 9. Mai bis 22. Juni 2025

Die Arbeit

Von der Arbeit existiert noch kein abschließendes Foto. Die Arbeit wird das erste Mal im Ausstellungsraum in seiner geplanten Zusammenstellung sichtbar sein. Es bleibt spannend. Foto folgt nach dem Aufbau.

außer atem
Cyanotypie auf Aquarellkarton
42-teilig á 28,5 x 22 (in cm), gesamt ca. 174 x 157 (in cm)
2025

Ein Spiel mit Buchstabenfolgen / Die formale Zusammensetzung
Die Arbeit setzt sich aus sechs Reihen zusammen.
Jede Reihe bildet die sieben Buchstaben L, Y, S, A, S, Y, L ab.
Mit den sieben Buchstaben wird dabei das Wort ASYL und seine Spiegelung, der Name LYSA gebildet.
In jeder Reihe wird die Buchstabenfolge um einen Buchstaben nach links veschoben.
In der ersten Reihe ist das erste Verschieben von einer imaginären Startreihe LYSasyl bereits erfolgt.
Eine imaginäre Abschlussreihe trägt die Buchstabenfolge lysaSYL.
Der verschobene Buchstabe erscheint wieder rechts an der frei gewordenen Stelle.
Die Großbuchstaben flankieren dabei das Wort ASYL bzw. seine Spiegelung LYSA.
Das eingeschobene, handschriftliche Satzfragment LYSA SENZA META bedeutet übersetzt LYSA OHNE ZIEL.
Das zu ATEM gespiegelte META gibt hierbei, mit dem frei übersetzten SENZA, der Arbeit ihren Titel.

Der Entwurf

Schloss Wolfsburg – 29. März bis 30. September 2025

Einführung zur Vernissage am 29. März 2025.
Von Jörg Hennings

fragen und denken
Volker Veits Intervention behausung im Kontext und 1 dialogue trouvé


Endlich bespielt Volker Veit das BODENDENKMAL!

Endlich steht Buchstabe für Buchstabe auf einzelne Leinwände geschrieben=gemalt, zwei im Winkel zueinander stehende Wände des quadratischen Raumes zur Gänze und die beiden übrigen zur Hälfte bedeckend. Endlich eine, so der Titel der diesjährigen künstlerischen Intervention, behausung. Eine Zäsur also, Möglichkeit zum Durchatmen, Neustarten? Warum aber ist das Wort farblich und typografisch unterteilt? Die Teile E, N, D bestehen aus Großbuchstaben auf grünem Grund, i, c, h aus kleinen auf rotem. Und das L? Ist’s ein kleines kursives? Oder gar keines, sondern ein Schrägstrich? Ihm ist keine eigene Leinwand gegeben, es ist auf jene des D und des i ver- bzw. zerteilt (und läuft mithin über Eck). So könnten wir auch eine Frage lesen: END ich? Ursprung der Arbeit ist ein Schriftgemälde, dessen voller Inhalt ENDlich (ich) MÖCHTE NICHT ENDEN lautet. Hier findet eine Bedeutungsverschiebung auf etwas, das zu Ende zu gehen droht, statt. Das physische Leben? Oder das geistige; Gedankenräume, wie sie uns Hermann Hesse in seinem Gedicht Stufen zu durchschreiten ermuntert, endlos, Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, / Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

In diese Richtung wirkt Volker Veit mit seinem Werk. Einfache Farben, Formen, wiederkehrende Motive wandern von Arbeit zu Arbeit, werden neu kombiniert, transformiert, überschreiten dabei die Grenzen der Malerei, Installation, Performance. Es gibt literarische Bezüge, und immer wieder sind Worte, ist Schrift wesentlicher Bestandteil. In der Überarbeitung erlangen Werke, wie hier, neue mögliche Bedeutungen, die jedoch aufgrund des Abstraktionsgrades nie endgültige sind. Wir bekommen keine einfachen Antworten, sondern werden angeregt zu fragen, zu denken. Charakteristisch für Veits Schaffen ist die Zerlegung von Bildern und Wörtern in ihre Einzelteile und deren Neu-Montage, Individuen in ihrer gemeinschaftlichen Funktion.

Volkers Anfrage, ob ich die Einführung, erreichte mich in einer Phase intensiver Beschäftigung mit der Poetin Friederike Mayröcker, die vor drei Monaten hundert Jahre alt geworden wäre. Ich hasse ja den Tod, erklärte sie in Interviews, und noch in ihren 90ern schrieb sie radikal und experimentell gegen ihn an. ICH MÖCHTE NICHT ENDEN ist von beiden Künstlern geäußerter und tätiger Widerstand.

Widerstand auch gegen vermeintlich unverrückbare Verhältnisse in unserem, Schweinesystem sagte man glaub ich mal, und eine zutiefst humanistische Haltung prägen Volker Veits Persönlichkeit. Der unendlichen menschlichen Dummheit (die sich aktuell beispielsweise im immer noch wachsenden Zuspruch für die Populisten/Faschisten zeigt – blind für deren Strategien und ungeachtet der verheerenden Staatskunst ihrer Geistesverwandten und Unterstützer ringsum), dieser Dummheit setzt er freien Geist und starke Empathie entgegen. Die zeigt sich etwa in den Arbeiten unruhige zeiten mein kind, in welcher das Kreuz des Kinderspiels Himmel und Hölle haltlos durch das Blau des Bildgrundes stürzt, und SHARDS, deren einzelne Teile die Buchstaben des Wortes asyl sowie gemalte Scherben zeigen. Was ist hier zerbrochen? Kann man’s wieder zusammensetzen? Wer hilft?

Das Thema führt uns zurück zum BODENDENKMAL, in die (endlich:) behausung – auch so’n elementarer Begriff, der kein tolles Haus meint, nur einen Winkel ein Dach, so Friederike Mayröcker in ihrem berühmten Gedicht was brauchst du. Blicken wir also erneut hinein. Die mithilfe von Stangen an die Wände gelehnten Leinwände erinnern an Zeltbahnen. Diese dem Denkmalschutz geschuldete provisorische Lösung korrespondiert auf großartige Weise mit dem Inhalt und evoziert zusammen mit dem Mauerrest aktuelle Nachrichtenbilder. Auch die anderen Gegenstände der Installation, Stuhl und Schale, verkörpern elementare Bedürfnisse. Aber wieder ist da eine Irritation: Warum sind die Schalen umgedreht? Und die Stühle ohne Beine und Sitzfläche? Unruhige, unsichere Zeiten. Zudem gestapelt, die Stühle, bis zur Glasplattendecke des BODENDENKMALS. Einerseits, s. o., Unterstreichung der Unbenutzbarkeit, andererseits Verknüpfung mit dem Wort-Bild. Positioniert in der dem ENDLICH-L gegenüberliegenden Ecke, nimmt die Säule optisch (nämlich dieses spiegelnd) darauf Bezug, aber auch assoziativ; sie gemahnt an die Unendlichen Säulen im Atelier des Bildhauers Constantin Brâncuși.

Schöne Koinzidenz: Kurz nachdem mir Volker Veit seinen Entwurf schickt, lese ich bei der mutigen St. Petersburger Literaturwissenschaftlerin Juliana Kaminskaja in ihrem Buch Verwandlungen zu Friederike Mayröckers Gedichten über ein Gleiches: In weint und ruft Zungen antwortet einem Schrägstrich mitten in einem Vers die anstelle von Buchstaben verwendete Ziffer 1 im nächsten. Zwei schlanke, einer morgendlichen Kälte ausgesetzte Wesen. Bei beiden Künstlern eröffnet ein Denken über die Grenzen ihrer Felder hinweg neue Bildmöglichkeiten.

Wir dürfen gespannt sein, in welcher Form, in welchen Zusammenhängen uns die Bestandteile der heute unserer Betrachtung anheim gegebenen Installation nach ihrem Auszug aus dem BODENDENKMAL begegnen werden. Volker Veit berichtet mir schon von Ideen. Verwandlungen. ICH MÖCHTE NICHT ENDEN   Dieser Text jedoch muss es. Dabei hilft mir wieder die, wie die Autorin Frieda Paris sie nennt, Große Wortmutter. Ich nehme mir ihr Buch fleurs zum Vorbild, welches mitten im Satz




Jörg Hennings (Foto: Sabine Ludwig-Veit)

behausung
Installation
Acryl auf Leinwänden, div. Holzstühle ohne Sitzfläche/Beine, Gipsabgüsse von Kunststoffbehältern, Gestell zum Befestigen der Leinwände
3,5 x 3,5 x 2,5 (HXBXT in m)
2025

Das Bodendenkmal am Schloss Wolfsburg dient als Objektkasten für die Installation. Es zeigt einen Teil der ehemaligen Ummauerung des Wassergrabens, der das Schloss Wolfsburg umschlossen hat.
Der Objektkasten hat die Maße 3,5 x 3,5 x 2,5 (HXBXT in m), ist im Boden versenkt und mit einer Glasplatte abgedeckt.
Die Mauer ist Teil der Installation.

dr.julius art projects / Berlin – 16. März bis 4. Mai 2025

der folgenden Text ist verkürzt der Homepage von dr.julius art projects entnommen.

dr.julius art projects hat seit 0ktober 2024 Künstler:innen, Kurator:innen, Direktor:innen, Sammler:innen konzeptueller minimaler und verwandter Bereiche der zeitgenössischen Kunst eingeladen, ihre persönlichen Antworten mit ihnen zu teilen, komprimiert auf das klassische Medium der Postkarte. Mehr als 350 Eingeladene sendeten eine Antwort per Post auf die Rote Insel in Berlin.

Die Frage „Was lässt DICH weitermachen?“ wurde höchst unterschiedlich umgesetzt. Es ist eine ganz besondere Auswahl an künstlerischen Gedanken, Haltungen, Ansätzen, Ideen und Werken zusammengekommen. Die kollektive Aussage, die daraus hervorgeht, kann als eine Art Gesamtkunstwerk gelten, das aus allen Beteiligten, dem Inhalt und dem Medium sowie der Zeit und dem Ort der Ausstellung besteht. Aus den Beiträgen unterschiedlichster Akteurinnen und Akteure dieses künstlerischen Feldes ist ein wertvoller Ausdruck der schöpferischen und widerständigen Kraft der Kunst an sich entstanden.

Als Zeitdokument von Ende 2024 bis Anfang 2025 kann man es auch als einen Querschnitt von Ideen und Konzepten lesen, welche Hoffnung wecken, gegen die Widrigkeiten der Welt, wie sie sich heute darstellt.
Die Essenz der Einladung war wie folgt formuliert:

die Frage: Was lässt DICH weitermachen?
das Medium: Schickt uns eine Postkarte!
das Ergebnis: Die 100. drj-Ausstellung.
der Inhalt: Eine kollektive künstlerische Aussage.
die Botschaft: Wir werden sehen…

…and going on.
Collage
16 x 12 (in cm)
2025

Kunsthaus BBK / Braunschweig – 14. Februar bis 16. März 2025

Im Gedenken an Ingo Lehnhof, gestorben am 4. Februar 2025

UNJURIERT 2025 , als Titel auch gleichzeitig das Programm der diesjährigen Mitgliederausstellung des BBK Braunschweig im Kunsthaus BBK.
Erstmalig findet eine unjurierte Mitgliederausstellung statt, zu der ca. 60 Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten eingereicht haben. Erstmalig gibt es auch keine Beschränkung für das Jahr der Erstellung, so dass ein Mix aus älteren und neuen Arbeiten sich zu einer spannenden und abwechselnden Ausstellung zusammengefunden hat.
Ein Experiment und Wagnis, das auch aus dem Wunsch entstanden ist, den nicht mehr aktiven Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren Arbeiten in einer gemeinsamen Mitgliederausstellung zu präsentieren.

http://www.kunsthausbbk.de

.meine Arbeit in der Ausstellung.

FINDET MICH
Öl, Acryl, Bleistift auf gefaltetem Karton, fixiert auf einer Cyanotypie (im Rahmen)
33x33x3 (in cm)
2022/2025

Burg Neuhaus / Wolfsburg, Offene Ateliers – 24. November 2024

Video von Tim Dalhoff

Die Ateliergemeinschaft BAzwo auf Burg Neuhaus/ Wolfsburg öffnet seine Ateliers. Auf Burg Neuhaus haben sieben Bildende Künstler ihre Arbeitsplätze, die ein Mal im Jahr gemeinsam geöffnet werden, um interessierten Menschen einen Einblick in unsere verschiedenen Arbeitsweisen zu geben und um über unsere Arbeiten, über Gott und die Welt zu reden.
Diese Tage sind für mich immer wieder Gelegenheit, dass Atelier, wie bei einem Frühjahrsputz ein wenig aufzuräumen, um es dann bis zur nächsten Öffnung wieder dem Schaffen zu überlassen. Alles Material, fertige und unfertige Arbeiten werden in dieser Zeit lediglich zwischen freien Plätzen hin und her geschoben. Was von Außen einem Chaos ähnelt, ist dann die perfekte Arbeitsumgebung, die unseren Gästen weitgehend verborgen bleibt.

Das Wetter hat sich an diesem Sonntag von seiner besten Seite gezeigt, die Temperatur noch einmal zweistellig eingerichtet bevor es wieder frühwinterlich schmuddelig wird.

Danke an Alle die gekommen waren, es war eine Freude.

.und weil es so schön war, hier noch das Einladungsvideo für die gesamte Ateliergemeinschaft.
Danke an Tim Dalhoff für das Erstellen der Videos.

Kunstmuseum Wolfsburg – 13. November 2024 bis 12. Januar 2025

Die Wolfsburger Künstlergruppe 10 KW hat mich eingeladen, mich mit einer Arbeit an deren Kunstkalender 2025 zu beteiligen.

Mit dem Kunstkalender unterstützt sie den Wolfsburger Förderverein ready4work, der den Verkaufserlös des Kalenders einsetzt, um benachteiligten jungen Menschen in Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt eine berufliche Chance zu bieten.

Die im Kalender abgebildeten Werke werden, in Kooperation zwischen ready4work und Kunstmuseum Wolfsburg auf der Lounge im Foyer des Kunstmuseum Wolfsburg präsentiert.

Die von mir für den Kalender ausgewählten Arbeiten befinden sich als komplette Serie auf Reisen, in der Ausstellung OPUS 35 in Halbertsadt, so dass ich für die Präsentation im Kunstmuseum Wolfsburg Arbeiten aus einer anderen Serie der Werkgruppe „behausung & angesicht“ ausgewählt habe.


Die Mitglieder der Künstlergruppe 10 KW sind
Eimo und Ingrid Cremer, Gerd Druwe, Renate Gallasch, Yoko Haneda, Irene Heimsch, Paul Kaminski, Rosi Marx, Doris Weiß und Stefanie Woch,
sowie als Gäste neben mir das Kunstmuseum Wolfsburg mit einer Arbeit von Leandro Erlich.

Schraube-Museum.Wohnkultur um 1900, Halberstadt – 19. Oktober 2024 bis 2. März 2025

Für die Ausstellung in Halberstadt, die ich zusammen mit Bettina Hackbarth ausrichte, stehen uns in der länglichen Ausstellungsscheune 6 Kabinette zur Verfügung, von denen jeder von uns jeweils 3 bespielt.

Ausgehend von der ursprünglich in dem Gebäude untergebrachten Blaufärberei ist ein Kabinett mit einer Komposition von Cyanotypien gestaltet. In den beiden für mich verbleibenden Kabinetten sind raumbezogene Installationen untergebracht.

Weitere Bilder aus der Ausstellung folgen….

halle 267, Braunschweig – 20. September bis 27. Oktober 2024

Der BBK Braunschweig zeigt in seiner jurierten Jahresausstellung aktuelle Arbeiten aus den Ateliers der Mitglieder.
Die Arbeiten von 40 Künstlerinnen und Künstler aus den verschiedensten Bereichen der Bildenden Kunst sind in der weiträumigen halle 267 an der Hamburger Straße in Braunschweig zu sehen. Der Überblick wird von einem umfangreichen Programm begleitet. Die Informationen hierzu sind auf der Homepage des BBK Braunschweig zu finden.

Grundlage der Arbeit, die ich in der aktuellen Ausstellung zeige, ist eine Arbeit aus dem Jahr 2019, die an diesem Ort entstanden ist und jetzt in einer anderen Form hierher zurückkehrt. Diese Arbeit tourt in einer kleinen Tournee durch das Land. Nach der Ausstellung im August, in der xpon-art gallery in Hamburg, zeigt sie sich nun hier.

spieltrieb
geflochtene schnüre wie zöpfe
ein kinderspiel
wer wirft den ersten stein
himmel und hölle
der zusammenhalt bröckelt
losgelöst kippt das kreuz dem boden entgegen
der schatten einer fahne weht an der seite

und
gleicht doch dem schatten einer mitstürzenden bedrohung
unruhige zeiten mein kind

unruhige zeiten mein kind
42-teilig á 50×40, gesamt ca. 300×280 (in cm)
Cyanotypie auf Aquarellpapier (300 g/m²)
2024

xpon-art gallery, Hamburg – 1. August bis 1. September 2024

unruhige zeiten mein kind
42-teilig á 50×40, gesamt ca. 300×280 (in cm)
Cyanotypie auf Aquarellpapier (300 g/m²)
2024

Grundlage der Arbeit ist die Arbeit unruhige Zeiten mein Kind aus geflochtenem Hanfseil und Tape aus dem Jahr 2019, die in ihrer Thematik durch die verheerenden Wahlergebnisse der letzten Zeit nichts an Aktualität verloren hat.
Mein eigenes durch_drehen ist nur durch kontinuierliches Weiterarbeiten im Zaum zu halten.
Für die Ausführung der neuen Arbeit wurden die ursprünglichen Materialien aus der Arbeit von 2019 verwendet, die auf die neue Größe der Arbeit angepasst wurden.

spieltrieb
geflochtene schnüre wie zöpfe
ein kinderspiel
wer wirft den ersten stein
himmel und hölle
der zusammenhalt bröckelt
losgelöst kippt das kreuz dem boden entgegen
der schatten einer fahne weht an der seite

und
gleicht doch dem schatten einer mitstürzenden bedrohung
unruhige zeiten mein kind

Projektraum 0rplid/ Braunschweig 07.-28. Juli 2022

Um der Langeweile entgegen zu wirken, geht es parallel zur Gruppenausstellung auf Burg Neuhaus/ Wolfsburg weiter im Projektraum 0rplid, Handelsweg 11, Braunschweig.
Der temporäre Projektraum 0rplid wird von den engagierten Kulturarbeitern des zugehörigen Vereins an diesem Platz noch bis Mitte September des Jahres betrieben, um sich dann an einem anderen Ort neu zu erschaffen.
Ich arbeite im 0rplid an einem Ausstellungsprojekt, wobei der Arbeitsprozess die Ausstellungszeit halbiert. In der ersten Hälfte werde ich vor Ort die zugehörigen Arbeiten in einem performativen Prozess herstellen und installieren. Während dieser Zeit ist der Raum bereits für Gespräche oder einfach zum Schauen geöffnet. Hier bin ich gesamte Zeit anwesend. Der Übergang zur restlichen Ausstellungszeit wird durch eine Vernissage eingeläutet.
Das Projekt trägt für mich den Arbeitstitel Scherbenhaufen. Ein Begriff, der mehrere Bedeutungsebenen öffnet, wobei die gedachte auf einen Glasscherbenhaufen verweist, der von Wellen und Sand geschliffen wurde. Gesammelt an einem Sehnsuchtsort, wie auch 0rplid einer ist.

Testhängung im Projektraum 0rplid für eine kommende Ausstellung Ende Oktober 2022