here comes the flood 2025 Cyanotypie auf Aquarellkarton 80 x 190 cm 4 Abschnitte 80 x 40 cm bestehend aus jeweils 8 Cyanotypien 20×20 cm
Die Arbeit zeigt vier Strandabschnitte mit unterschiedlichen Spuren im Sand. Das Meer dahinter ist ruhig. Die Wolkenformation deutet einen zeitlichen Verlauf an. Der Titel der Arbeit ist mit seiner irritierenden Aussage integriert. Nichts deutet darauf hin was die Zukunft an diesen Strandanschnitten bringt oder was gerade vorgefallen ist.
Das KABINETT DER GEHEIMEN WERKE zeigt Arbeiten, die in den Ateliers und Lagern immer wieder hin und her geschoben werden und selten ihren Weg in Ausstellungen finden.
Jetzt ist die Gelegenheit gekommen und in der Jahresausstellung des BBK Braunschweig sind diese Schätze nun zu sehen um dann hiernach wieder ihr bisheriges Dasein aufzunehmen.
ZWANG.SEHEN 2017/2025 Pigmente, Acryl auf Karton 70 x 100 cm
Die missglückte Abkürzung Zwang-sehen in einem Artikel über Zwangs-ehen hat mich zu dieser Arbeit inspiriert. Das, was ursprünglich als Entwurf für eine Wandarbeit entstanden ist, hat seinen Rahmen gefunden.
in Nachbarschaft mit Arbeiten von Birgit Wehmhoyer, Ina Otto und Reiner Nötzold
Parallel zur Jahresausstellung unserer Ateliergemeinschaft BAzwo auf Burg Neuhaus werden schon fast traditionell die Arbeitsräume für Besucher geöffnet.
Danke an alle, die den Weg in die Ateliers gefunden haben. Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder.
Eine temporäre Kunstaktion erweitert meine Installation „behausung“ im Bodendenkmal am Schloss Wolfsburg in den Außenraum. Befindet sich die Installation unter der Oberfläche in einem geschützten Raum, wird als Erweiterung der umgebende Raum, der Boden und die Luft eingebunden. Der Familientag der Internationalen Sommerbühne am Samstag, dem 21. Juni 2025 rund um das Schloss Wolfsburg ist Anlass die Installation um zwei Arbeiten zu erweitern, die die Flanierenden des Tages in das Gesamtkunstwerk einbeziehen.
END/ich Gedanken in Worte fassen mit einer Zeichnung versehen oder Leere hinterlassen keine Anweisung, ein Angebot Yves springt mit ihm machen sich die Gedanken auf ihren Weg WOHIN? wer weiß das schon
ausgespielt Graphit-, Ölstift, Acryl auf Leinwand 390 x 230 (in cm) 2006/2011
2011wurde die Arbeit „ausgespielt“, die ein Spielfeld für das Hüpfspiel HIMMEL UND HÖLLE zeigt durch eine Tänzerin in einer Performance verändert. Ausgelegt auf dem Boden wird die Arbeit zum Spielfeld für das Hüpfspiel.
Detail „ausgespielt“ beim Aussuchen der Arbeit
Yves springt Graphit-, Ölstift, Acryl auf Leinwand 180 x 345 (in cm) 2006
„Yves springt“ hat seine Entstehung dem Sprung in die Leere von Yves Klein aus dem Jahre 1960 zu verdanken. Der springende Yves nimmt ausgefüllte END/ich-Karten mit auf seinen Sprung.
Detail „Yves springt“ beim Aussuchen der Arbeit
behausung Installation Acryl auf Leinwänden, div. Holzstühle ohne Sitzfläche/Beine, Gipsabgüsse von Kunststoffbehältern, Gestell zum Befestigen der Leinwände 3,5 x 3,5 x 2,5 (HXBXT in m) 2025
Installationsausschnitt
Das Bodendenkmal am Schloss Wolfsburg dient als Objektkasten für die Installation. Es zeigt einen Teil der ehemaligen Ummauerung des Wassergrabens, der das Schloss Wolfsburg umschlossen hat. Der Objektkasten hat die Maße 3,5 x 3,5 x 2,5 (HXBXT in m), ist im Boden versenkt und mit einer Glasplatte abgedeckt. Die Mauer ist Teil der Installation.
KUNSTPREIS 2024/2025 DES LÜNEBURGISCHEN LANDSCHAFTSVERBANDES Nominiertenausstellung im Springhornhof/Neuenkirchen 10. Mai bis 22. Juni 2025
Die Jurysitzung mit Preisverleihung an Nina Heinzel und Eröffnung der Ausstellung am 9. Mai 2025
der Aufbau
die Arbeit
außer atem Cyanotypie auf Aquarellkarton 42-teilig á 28,5 x 22 (in cm), gesamt ca. 174 x 157 (in cm) 2025
Ein Spiel mit Buchstabenfolgen / Die formale Zusammensetzung Die Arbeit setzt sich aus sechs Reihen zusammen. Jede Reihe bildet die sieben Buchstaben L, Y, S, A, S, Y, L ab. Mit den sieben Buchstaben wird dabei das Wort ASYL und seine Spiegelung, der Name LYSA gebildet. In jeder Reihe wird die Buchstabenfolge um einen Buchstaben nach links veschoben. In der ersten Reihe ist das erste Verschieben von einer imaginären Startreihe LYSasyl bereits erfolgt. Eine imaginäre Abschlussreihe trägt die Buchstabenfolge lysaSYL. Der verschobene Buchstabe erscheint wieder rechts an der frei gewordenen Stelle. Die Großbuchstaben flankieren dabei das Wort ASYL bzw. seine Spiegelung LYSA. Das eingeschobene, handschriftliche Satzfragment LYSA SENZA META bedeutet übersetzt LYSA OHNE ZIEL. Das zu ATEM gespiegelte META gibt hierbei, mit dem frei übersetzten SENZA, der Arbeit ihren Titel.
Bilder einer gelungenen Veranstaltung mit allen Gewinnern und der Preisträgerin Nina Heinzel.
Gruppenbild die Nominierten: Stephanie Baden Marie Katharina Fischer Ute Flemming Fabian Fobbe Nina Heinzel Claudia Hoffmann Gitte Jabs Katrin Magens Hanínga Thiel Volker Veit
die Jury: Bettina von Dziembowski; Kunstverein & Stiftung Springhornhof Thomas Kaestle, Kulturjournalist, Hannover Johannes Kimstedt, Kunstraum Tosterglaupe Marcus Körber, Städtische Galerie Wolfsburg Julia Taut; Kunsthaus BBK, Braunschweig
Anne Denecke, Geschäftsführerin des Lüneburgischen Landschaftsverbandes
Von der Arbeit existiert noch kein abschließendes Foto. Die Arbeit wird das erste Mal im Ausstellungsraum in seiner geplanten Zusammenstellung sichtbar sein. Es bleibt spannend. Foto folgt nach dem Aufbau.
außer atem Cyanotypie auf Aquarellkarton 42-teilig á 28,5 x 22 (in cm), gesamt ca. 174 x 157 (in cm) 2025
Ein Spiel mit Buchstabenfolgen / Die formale Zusammensetzung Die Arbeit setzt sich aus sechs Reihen zusammen. Jede Reihe bildet die sieben Buchstaben L, Y, S, A, S, Y, L ab. Mit den sieben Buchstaben wird dabei das Wort ASYL und seine Spiegelung, der Name LYSA gebildet. In jeder Reihe wird die Buchstabenfolge um einen Buchstaben nach links veschoben. In der ersten Reihe ist das erste Verschieben von einer imaginären Startreihe LYSasyl bereits erfolgt. Eine imaginäre Abschlussreihe trägt die Buchstabenfolge lysaSYL. Der verschobene Buchstabe erscheint wieder rechts an der frei gewordenen Stelle. Die Großbuchstaben flankieren dabei das Wort ASYL bzw. seine Spiegelung LYSA. Das eingeschobene, handschriftliche Satzfragment LYSA SENZA META bedeutet übersetzt LYSA OHNE ZIEL. Das zu ATEM gespiegelte META gibt hierbei, mit dem frei übersetzten SENZA, der Arbeit ihren Titel.
Einführung zur Vernissage am 29. März 2025. Von Jörg Hennings
fragen und denken Volker Veits Intervention behausung im Kontext und 1 dialogue trouvé
Endlich bespielt Volker Veit das BODENDENKMAL!
Endlich steht Buchstabe für Buchstabe auf einzelne Leinwände geschrieben=gemalt, zwei im Winkel zueinander stehende Wände des quadratischen Raumes zur Gänze und die beiden übrigen zur Hälfte bedeckend. Endlich eine, so der Titel der diesjährigen künstlerischen Intervention, behausung. Eine Zäsur also, Möglichkeit zum Durchatmen, Neustarten? Warum aber ist das Wort farblich und typografisch unterteilt? Die Teile E, N, D bestehen aus Großbuchstaben auf grünem Grund, i, c, h aus kleinen auf rotem. Und das L? Ist’s ein kleines kursives? Oder gar keines, sondern ein Schrägstrich? Ihm ist keine eigene Leinwand gegeben, es ist auf jene des D und des i ver- bzw. zerteilt (und läuft mithin über Eck). So könnten wir auch eine Frage lesen: END ich? Ursprung der Arbeit ist ein Schriftgemälde, dessen voller Inhalt ENDlich (ich) MÖCHTE NICHT ENDEN lautet. Hier findet eine Bedeutungsverschiebung auf etwas, das zu Ende zu gehen droht, statt. Das physische Leben? Oder das geistige; Gedankenräume, wie sie uns Hermann Hesse in seinem Gedicht Stufen zu durchschreiten ermuntert, endlos, Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, / Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
In diese Richtung wirkt Volker Veit mit seinem Werk. Einfache Farben, Formen, wiederkehrende Motive wandern von Arbeit zu Arbeit, werden neu kombiniert, transformiert, überschreiten dabei die Grenzen der Malerei, Installation, Performance. Es gibt literarische Bezüge, und immer wieder sind Worte, ist Schrift wesentlicher Bestandteil. In der Überarbeitung erlangen Werke, wie hier, neue mögliche Bedeutungen, die jedoch aufgrund des Abstraktionsgrades nie endgültige sind. Wir bekommen keine einfachen Antworten, sondern werden angeregt zu fragen, zu denken. Charakteristisch für Veits Schaffen ist die Zerlegung von Bildern und Wörtern in ihre Einzelteile und deren Neu-Montage, Individuen in ihrer gemeinschaftlichen Funktion.
Volkers Anfrage, ob ich die Einführung, erreichte mich in einer Phase intensiver Beschäftigung mit der Poetin Friederike Mayröcker, die vor drei Monaten hundert Jahre alt geworden wäre. Ich hasse ja den Tod, erklärte sie in Interviews, und noch in ihren 90ern schrieb sie radikal und experimentell gegen ihn an. ICH MÖCHTE NICHT ENDEN ist von beiden Künstlern geäußerter und tätiger Widerstand.
Widerstand auch gegen vermeintlich unverrückbare Verhältnisse in unserem, Schweinesystem sagte man glaub ich mal, und eine zutiefst humanistische Haltung prägen Volker Veits Persönlichkeit. Der unendlichen menschlichen Dummheit (die sich aktuell beispielsweise im immer noch wachsenden Zuspruch für die Populisten/Faschisten zeigt – blind für deren Strategien und ungeachtet der verheerenden Staatskunst ihrer Geistesverwandten und Unterstützer ringsum), dieser Dummheit setzt er freien Geist und starke Empathie entgegen. Die zeigt sich etwa in den Arbeiten unruhige zeiten mein kind, in welcher das Kreuz des Kinderspiels Himmel und Hölle haltlos durch das Blau des Bildgrundes stürzt, und SHARDS, deren einzelne Teile die Buchstaben des Wortes asyl sowie gemalte Scherben zeigen. Was ist hier zerbrochen? Kann man’s wieder zusammensetzen? Wer hilft?
Das Thema führt uns zurück zum BODENDENKMAL, in die (endlich:) behausung – auch so’n elementarer Begriff, der kein tolles Haus meint, nur einen Winkel ein Dach, so Friederike Mayröcker in ihrem berühmten Gedicht was brauchst du. Blicken wir also erneut hinein. Die mithilfe von Stangen an die Wände gelehnten Leinwände erinnern an Zeltbahnen. Diese dem Denkmalschutz geschuldete provisorische Lösung korrespondiert auf großartige Weise mit dem Inhalt und evoziert zusammen mit dem Mauerrest aktuelle Nachrichtenbilder. Auch die anderen Gegenstände der Installation, Stuhl und Schale, verkörpern elementare Bedürfnisse. Aber wieder ist da eine Irritation: Warum sind die Schalen umgedreht? Und die Stühle ohne Beine und Sitzfläche? Unruhige, unsichere Zeiten. Zudem gestapelt, die Stühle, bis zur Glasplattendecke des BODENDENKMALS. Einerseits, s. o., Unterstreichung der Unbenutzbarkeit, andererseits Verknüpfung mit dem Wort-Bild. Positioniert in der dem ENDLICH-L gegenüberliegenden Ecke, nimmt die Säule optisch (nämlich dieses spiegelnd) darauf Bezug, aber auch assoziativ; sie gemahnt an die Unendlichen Säulen im Atelier des Bildhauers Constantin Brâncuși.
Schöne Koinzidenz: Kurz nachdem mir Volker Veit seinen Entwurf schickt, lese ich bei der mutigen St. Petersburger Literaturwissenschaftlerin Juliana Kaminskaja in ihrem Buch Verwandlungen zu Friederike Mayröckers Gedichten über ein Gleiches: In weint und ruft Zungen antwortet einem Schrägstrich mitten in einem Vers die anstelle von Buchstaben verwendete Ziffer 1 im nächsten. Zwei schlanke, einer morgendlichen Kälte ausgesetzte Wesen. Bei beiden Künstlern eröffnet ein Denken über die Grenzen ihrer Felder hinweg neue Bildmöglichkeiten.
Wir dürfen gespannt sein, in welcher Form, in welchen Zusammenhängen uns die Bestandteile der heute unserer Betrachtung anheim gegebenen Installation nach ihrem Auszug aus dem BODENDENKMAL begegnen werden. Volker Veit berichtet mir schon von Ideen. Verwandlungen. ICH MÖCHTE NICHT ENDEN Dieser Text jedoch muss es. Dabei hilft mir wieder die, wie die Autorin Frieda Paris sie nennt, Große Wortmutter. Ich nehme mir ihr Buch fleurs zum Vorbild, welches mitten im Satz
Jörg Hennings (Foto: Sabine Ludwig-Veit)
behausung Installation Acryl auf Leinwänden, div. Holzstühle ohne Sitzfläche/Beine, Gipsabgüsse von Kunststoffbehältern, Gestell zum Befestigen der Leinwände 3,5 x 3,5 x 2,5 (HXBXT in m) 2025
Das Bodendenkmal am Schloss Wolfsburg dient als Objektkasten für die Installation. Es zeigt einen Teil der ehemaligen Ummauerung des Wassergrabens, der das Schloss Wolfsburg umschlossen hat. Der Objektkasten hat die Maße 3,5 x 3,5 x 2,5 (HXBXT in m), ist im Boden versenkt und mit einer Glasplatte abgedeckt. Die Mauer ist Teil der Installation.
dr.julius art projects hat seit 0ktober 2024 Künstler:innen, Kurator:innen, Direktor:innen, Sammler:innen konzeptueller minimaler und verwandter Bereiche der zeitgenössischen Kunst eingeladen, ihre persönlichen Antworten mit ihnen zu teilen, komprimiert auf das klassische Medium der Postkarte. Mehr als 350 Eingeladene sendeten eine Antwort per Post auf die Rote Insel in Berlin.
Die Frage „Was lässt DICH weitermachen?“ wurde höchst unterschiedlich umgesetzt. Es ist eine ganz besondere Auswahl an künstlerischen Gedanken, Haltungen, Ansätzen, Ideen und Werken zusammengekommen. Die kollektive Aussage, die daraus hervorgeht, kann als eine Art Gesamtkunstwerk gelten, das aus allen Beteiligten, dem Inhalt und dem Medium sowie der Zeit und dem Ort der Ausstellung besteht. Aus den Beiträgen unterschiedlichster Akteurinnen und Akteure dieses künstlerischen Feldes ist ein wertvoller Ausdruck der schöpferischen und widerständigen Kraft der Kunst an sich entstanden.
Als Zeitdokument von Ende 2024 bis Anfang 2025 kann man es auch als einen Querschnitt von Ideen und Konzepten lesen, welche Hoffnung wecken, gegen die Widrigkeiten der Welt, wie sie sich heute darstellt. Die Essenz der Einladung war wie folgt formuliert:
die Frage: Was lässt DICH weitermachen? das Medium: Schickt uns eine Postkarte! das Ergebnis: Die 100. drj-Ausstellung. der Inhalt: Eine kollektive künstlerische Aussage. die Botschaft: Wir werden sehen…
Im Gedenken an Ingo Lehnhof, gestorben am 4. Februar 2025
UNJURIERT 2025 , als Titel auch gleichzeitig das Programm der diesjährigen Mitgliederausstellung des BBK Braunschweig im Kunsthaus BBK. Erstmalig findet eine unjurierte Mitgliederausstellung statt, zu der ca. 60 Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten eingereicht haben. Erstmalig gibt es auch keine Beschränkung für das Jahr der Erstellung, so dass ein Mix aus älteren und neuen Arbeiten sich zu einer spannenden und abwechselnden Ausstellung zusammengefunden hat. Ein Experiment und Wagnis, das auch aus dem Wunsch entstanden ist, den nicht mehr aktiven Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren Arbeiten in einer gemeinsamen Mitgliederausstellung zu präsentieren.