Heimat, kein Plural II

 Nachzureichen ist die zweite, ausgestellte Arbeit von mir, neben „Zahnspange“, in der sehenswerten Jahresausstellung des BBK Braunschweig.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen in dem die Positionen der einzelnen, teilnehmenden Künstler dargestellt sind.

heim@

„heim@“, 2009, Linoldruck und Acryl auf Spanplatte, 45 x 60 cm

Heimat, kein Plural!

Zahnspange

„Zahnspange“, 2009, Acryl auf Spanplatte, 60 x 45 cm

Quellenangabe: Text mit freundlicher Genehmigung Judith Kuckart und Shirana Shabazi, „Wer dreimal die gleiche Bar betritt hat ein Zuhause im Stehen“, JRP Ringier Kunstverlag, Zürich 2006 

„Zahnspange“ ist eine der Arbeiten, die von mir in der Jahresausstellung „Heimat, kein Plural!“ des BBK Braunschweig, in der Torhaus-Galerie, zu sehen sein wird.

Die Eröffnung der sehenswerten Ausstellung, die die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten des Themas und somit auch des Jahresprogramms widerspiegelt, erfolgt am 8. Oktober um 20 Uhr in der Humboldstrasse 34, in Braunschweig, und ist dann, zu den gewohnten Öffnungszeiten bis zum 8. November, in beiden Torhäusern, zu sehen.

Figur III

Figur III

In der Figur III aus der Serie der Graupappenarbeiten ist die Positivschablone der Figur, die als Wachsguß in einer Fotoarbeit aus der Serie der Hallenbadarbeiten, die noch nie zusammen zu sehen waren, zu finden.

Auch das symbolische, rote Leinentuch aus Wundmal, das dort als Ablagetuch für das römische Kurzschwert und das Trinkgefäß zu sehen ist, findet sich in Figur III.

Somit dienen die Graupappenarbeiten weiterhin als  eigenständige Arbeiten, die aus dem Sammelbecken, gedanklicher und materieller Fragmente, vorangegangener Arbeiten entstehen.

Altarseite 02

Blick hinein – 10. Woche

10te-woche

Der Geruch der Farbe liegt intensiv auf dem Raum. Ich würde mich gerne nach der Arbeit etwas auf meinem Hocker zurücklehnen, doch dazu taugt ein Hocker leider weniger.

Wage die  Schritte bis zur Tür und lehne mich an sie. Aus der leichten Untersicht betrachte ich den Raum, schließe die Augen, lasse Geruch, Musik und Gedanken auf mich wirken.

Rotrosige Lichtspuren

An einem Band, das an einem Nagel an der Decke befestigt ist, dreht sich langsam der Strauß getrockneter Rosen, im Licht der Taschenlampe. Die Drehung verwischt die Schärfe der Lichtspuren auf dem Negativmaterial, wie die vergangene Zeit, die Erinnerung an diese Aufnahmen verwischt hat, bis sie aus dem Wust der abgelegten Fotografien zum genau richtigen Zeitpunkt wieder in der Gegenwart erscheinen, um sich als Idee und Puzzleteil in eine neue Arbeit einzubringen. 

rosen-auf-leinwand1

etwas Neues auf der Seite AUSSTELLUNGEN

Da eine geschriebene Ausstellungsübersicht manchmal recht langweilig wirkt, habe ich begonnen, die Ausstellungstitel mit Bildern der Ausstellungen zu verlinken. Begonnen habe ich mit der Ausstellungsansicht der Ausstellung „Sprung in die Leere“ von 2007, in der Galerie Süd, in Magdeburg.

Inwieweit ich das zurückgerichtet für die anderen gelaufenen Ausstellungen aufarbeiten werde, kann ich noch nicht sagen, doch für die neuen Ausstellungen wird es zur Pflicht.

Dabei habe ich auch gelernt, den Link in einem neuen Fenster zu öffnen, so dass das Fenster aus dem der Link aufgerufen wurde, erhalten bleibt.

Ideal und Wirklichkeit – 60 Jahre Menschenrechte

Das kleine blaue Heft, das ich als Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema in die Hand bekommen habe, enthält die 30 Artikel, die der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zugrunde liegen. 30 Artikel, die am 10. Dezember 1948 durch die Vereinten Nationen verabschiedet wurden und die nach den furchtbaren Kriegen als Basis dienen sollten, für ein glückliches und friedliches Miteinander auf dem Planeten Erde.

Wie ist nun die eigene Wahrnehmung zu diesem Thema und wie sieht eine mögliche künstlerische Umsetzung aus?

Mit der Frage um die künstlerische Umsetzung konfrontiert, kristallisierten sich für mich sofort 2 meiner Arbeiten heraus, die auch in der Ausstellung hängen werden. Die 4-teilige Arbeit „ohne Schuld“, die mit dem Artikel 11 (Unschuldsvermutung) korrespondiert, sowie die 2-teilige Arbeit „sumsum“.

4

Hände, die durch den Boden stoßen und sich dem darüber liegenden Himmel entgegen strecken. Der darunter liegende Raum, grau, geschlossen und fensterlos, ist mit dem Summen einer Anlage gefüllt.

Hierauf können viele Artikel assoziiert werden. Unter anderem Artikel 3 (Recht auf Leben und Freiheit), Artikel 4 (Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels) oder auch Artikel 18 (Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit).

Bei der Frage wie es mit der Verwirklichung der Ziele aussieht, ziehen Bilder von Kriegshandlungen, Flüchtlingslagern, hungernden Kindern, Kindersoldaten und wesentlich dichter dran, von Politikern, die unsere Freiheit durch Beschneidung der Bürgerrechte sichern wollen, an mir vorbei und sensibilieren die eigene Aufmerksamkeit für das nähere Umfeld.

Die Ausstellung, als Gruppenausstellung mit 13 Künstlern des BBK Braunschweig konzipiert, wird am 14. Januar im öffentlichen Raum, in der Stadtbibliothek Braunschweig eröffnet. Sie ist dort bis zum 27. Februar zu sehen.

Zur Begrüßung spricht Wolfgang Laczny, Kulturdezernent der Stadt Braunschweig. Die Einführung in die Thematik spricht Prof. Dr. Karl-Peter Fritsche von der Universität Magdeburg und die Einführung in die Ausstellung übernimmt die Kunsthistorikerin Dr. Ute Maasberg.

Im Rahmen der Ausstellung erzielte Erlöse gehen zu 25% an die Menschenrechtsorganisation amnesty international.

Die teilnehmenden 13 Künstler des BBK Braunschweig sind INGRID AHRENS, GERD DRUWE, ZINATE ENGEL, ANDREAS GREINER-NAPP, IRENE HEIMSCH, SUSANNE HESCH, HELGE KARNAGEL, JONAS KARNAGEL, MANUELA KNAUT, MONIKA LANGROCK, INGO LEHNHOF, JÜRGEN NEUMANN, sowie ich, VOLKER VEIT.