die Hand ist da

Was kann ich meiner Zustellerin erzählen, über die Dinge, die sie mir in Päckchen und Paketen an die Tür trägt und an machen Tagen auch schleppt und wuchtet? Immer die Wahrheit oder muss an der einen oder anderen Stelle auch ein wenig geflunkert werden?

Ich öffne freudig die Tür, schaue auf das kleine Päckchen in ihrer Hand und kann mir den Ausspruch, da ist sie ja, der sich auf den Inhalt des Päckchens bezieht, nicht mehr unterdrücken. Der fragende, freundliche Blick verändert sich nur ganz kurz, als ich die lange gesuchte Hand erwähne und mit dem Päckchen hinter der schließenden Tür verschwinde.

die Hand

Blick hinein – 13. Woche

das-fraulein

Ein paar Tage nach dem Frühlingsanfang schlägt der Graupel vom Wind getrieben an das Fenster.

Irgendwann diese Tage tauchte dann die Figur auf und ich spüre seither ihre Blicke in meinem Rücken. Sie wird mich hier noch einige Zeit begleiten und bis zum Herbst eine entscheidende Rolle in meinen Arbeiten spielen.

der Mensch wird sichtbar

Eine Vielzahl der bisher entstandenen Arbeiten weisen auf die Anwesenheit von Menschen hin. Eine lange fotografische Belichtung läßt ebenfalls nur das Statische sichtbar auf dem Negativ zurück. Die Figur ist ausgeschlossen. Sie befindet sich zu kurz im sichtbaren Bereich, ist flüchtig. 

Erst der eingefrorene Augenblick macht sie sichtbar.

Nun ist es passiert, das Arbeiten verkehrt sich. Sichtbar wird der Mensch, die Figur. Der umgebende Raum verliert sein bisheriges Gewicht. Die in den Dingen eingegrabenen, durch den Menschen verursachten Geschichten treten in den Hintergrund.