Der historische Anlass für das Braunschweiger Themenjahr 1913 – zwischen Monarchie und Moderne ist die Hochzeit des Welfenprinzen Ernst August III. mit der Kaisertochter Victoria Luise von Preußen, durch die der Welfe auf den braunschweigischen Herzogsthron gelangte.

Gitter

Während die Feierlichkeiten in den Palästen längst im Gange waren, gingen bereits 1913 die Massen auf die Straße um von Rosa Luxemburg organisiert gegen den Balkankrieg zu demonstrieren. Sie schrieb in ihren Schriften gegen den Sumpf im Text „Das Offiziösentum der Theorie (1913)“ [1]

„Wer diesmal zusammen mit diesem revisionistischen Drittel die Mehrheit gebildet hat, das war jene unentschlossene und schwankende Schicht der Mitte, die Bebel in Dresden, nach den bekannten Bezeichnungen des Konvents der Großen Französischen Revolution, den Sumpf genannt hat:

„Es ist immer und ewig der alte Kampf, hier links, dort rechts, und dazwischen der Sumpf. Das sind die Elemente, die nie wissen, was sie wollen, oder besser gesagt, die nie sagen, was sie wollen (…) die faulen Elemente, die sich immer drücken und jeder klaren Entscheidung aus dem Wege gehen, die immer wieder sagen: Wir sind ja alle einig, sind ja alle Brüder, das sind die allerschlimmsten! Die bekämpfe ich am allermeisten.“ (…)

An der Aktualität des Textes hat sich bis heute wenig geändert, lediglich die Protagonisten sind andere. Mit der Installation Rosas Traum wird der Sumpf nun in den Garten der Torhaus-Galerie verlegt.

[1] In: Rosa Luxemburg-Gesammelte Werke, Band 3, Berlin 1973

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