An der Nord-, wie auch an der Südseite der Grube befinden sich Erhöhungen, von denen ein uneingeschränkter Blick hinein gewährleistet ist. Ich habe die Südseite erklommen und aus einem leichten Überhang blicke ich in die Fläche, die glänzt und spiegelt, die sich den Konturen der Grube angepasst hat.

Die Gedanken schweifen zu dem Modell, dass in perfekter Weise diese vor mir liegenden Konturen nachbildet. Ich werde es auf dem Arbeitstisch drehen müssen, damit ich genau diese, jetzt vor mir liegende Blickachse „nachsehen“ kann.

Das Bild des Modells überlagert die Realität. Ich sehe, wie sich die Fläche langsam von Norden her füllt. Dunkelheit bricht herein. Ein Lichtkegel wandert über die wogende Fläche, wirft Schatten. Von unten ist leicht der Geruch von feuchter Erde wahrnehmbar. Die Welt um mich herum hat sich aufgelöst, lässt mich ruhig sitzen.

Schlafwandler wollen nicht geweckt werden.

John Lennon säuselt mir ins Ohr, ich sei nicht der einzige Träumer. Gerne glaube ich ihm, verharre und spiele den Tropfen, der den Stein höhlt, damit diese Grube sich dem Modell angleichen kann.

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