Als ich am Dienstag, es war der 23. Juni, vor meiner Hotelzimmertür die FAZ fand, ahnte ich nichts von dem Artikel, der mich heute zu dem Video führte, mit einem Handy aufgenommen, dass das Sterben einer jungen Studentin in den Straßen von Teheran dokumentierte, die ermordet wurde, von einem Religionswächter am Rande einer Demonstration.

Bei Demonstrationen in Los Angeles sind nun Plakate mit der Aufschrift „I AM NEDA“ zu sehen. Unfreiwillig, brutal aus dem Leben gerissen, wird eine junge Frau zu einer Ikone des Widerstandes, die von ihrem Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hat, nach einer Wahl, die den Eindruck der Manipulation schon im Vorfeld bestätigt hat, in einem Staat in dem immer noch religiöser Fanatismus, die nach Offenheit strebenden Menschen am Leben hindert.

Nun fallen auf den Teheraner Freitagsgebeten die Worte: „ich rufe die Justiz zu einer deutlichen Konfrontation mit den Anführern dieser illegalen Demonstrationen auf und verlange die Todesstrafe für sie ohne jede Gnade“, die nicht darauf hindeuten, dass im Iran ein Einlenken und eine friedliche Ruhe, die nicht auf Unterdrückung gestützt ist, zu erwarten ist.

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