Dampf steigt aus meiner Teetasse. Ich schaue in den blauen Himmel und denke an diesen Abend in der letzten Woche.

Was fehlte waren lediglich Rauchschwaden, die über den Köpfen dieser bunten Kulturmischung, durch die Bewegung der Arme und Köpfe, sich zu einem blaugrauen Dunst verdichteten. Wir redeten, wir diskutierten in einer Zusammensetzung, die nicht alltäglich war und in dieser Stadt bisher einmalig.

Alles war zwanglos, keine Alleinunterhalter und Selbstdarsteller, jeder für sich in seinem sonstigen Leben ein Einzelkämpfer, ob als Maler, Tänzer, Sänger, Geschäftsführer von Kultureinrichtungen, Kulturdezernent, Theatermacher. Hier in diesem Raum aber eine gelungener Mischung, die von dem Wunsch getragen wird, dem alten Klüngel etwas entgegen zu setzen und auch neue, wo es notwendig ist, gemeinsame Schritte zu gehen, die beim ersten Auftreten von Gefälligkeiten sofort beendet sein müssen. Rein in eine neue Form des kulturellen Umgangs. Die Möglichkeit ist endlich da in diesen Zeiten, wo die Gürtel enger geschnallt werden, neue Wege zu gehen.

Die Initiatorin, die heute von ihren Schritten über den Jakobsweg getragen wird, hat einen Rahmen geschaffen, der durch uns Beteiligte nun mit Leben gefüllt werden muss.

Beim letzten Gespräch dieses Abends ist mir das Wort Beharrlichkeit nicht aus seiner entsprechenden, verweinnebelten Schublade gekommen. Es ist aber diese Beharrlichkeit, die mich antreibt, ohne gefällig protegiert, auf dem Weg zu bleiben.

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