Der Kulturseite der Tageszeitung geht es an den Kragen. Weitaus wichtigere Ereignisse laufen ihr den Rang ab.

Da stehen sie und blasen ihr Halali, die Grünröcke, die sich die Pflege und Hege der heimischen Wald- und Flurlandschaft auf die Fahnen geschrieben haben. Vor ihnen ausgebreitet die erjagte Strecke, geometrisch ausgerichtet, eine konstruktivistische Arbeit. Das Gras und die Schneereste blutgefärbt.

Ich glaube den Argumenten der meisten dieser rotgesichtigen Männer (immer mehr mischen sich auch Frauen darunter) nicht. Hier geht es um reine Triebbefriedigung und die Lust an der Jagd. Warum gibt das eigentlich niemand zu? Was bleibt dem Viehzeug anderes übrig als sich abschießen zu lassen, wenn in der Nähe von Wohngebieten für die Wildschweine Futterplätze einegrichtet werden, die natürlichen Feinde auch auf der Strecke bleiben und sich in der Nähe von Hochsitzen wie durch Zufall Rüben und Kartoffeln stapeln.
Eine dieser Einrichtungen konnte ich auf einer schmalen ca. 400m langen Lichtung bewundern. An jeder Seite befand sich einer dieser hochbeinigen Sitzplätze. Genau in der Mitte, auf einen mannshohen Pfahl ein Leckstein für Rotwild plaziert. Kommentarlos, waidmannsheil.

Aber zurück zu meiner Tageszeitung. Wenn die Urinstinkte bedient werden, bleibt nicht nur das Wild auf der Strecke.

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