„From Classic To Klezmer – Part II“

Am Ende dieses fantastischen unplugged Konzertes mit Klarinette und Orgel in der St. Marienkirche in Isenbüttel, nahm sich Giora Feidman ein Mikrofon und sprach noch einige bewegende Worte.

Er werde oft gefragt warum er in so kleinen, schmalen und kalten Kirchen seine fantastische Musik spiele, wo er doch auch in Berlin in der Philharmonie und in Tokio spiele. Er antwortet darauf, dass er diese Frage nicht verstehen würde, da er für die Menschen spielt und das es ihm wichtig ist, auch als Jude in einer deutschen Kirche unabhängig von der Religion spielen zu können. 

Er kann nicht verstehen, warum es noch über 20 Kriege überall auf der Welt gibt. Warum noch Menschen getötet werden, um Konflikte lösen zu wollen und dass es für ihn, nachdem er über 50 Jahre in Israel lebt, nicht nachvollziehbar ist, was dort zur Zeit passiert.

Nach diesen Worten spielte er, durch den Mittelgang gehend, noch ein kleines Lied aus Versatzstücken deutscher, israelischer und pälästinensischer Melodien, bevor er uns nachdenklich in die kalte, frostige Nacht entließ.

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