Das Genie beherrscht das Chaos. Bis zu einem gewissen Punkt gelingt mir das auch, doch gibt es diesen Punkt, an dem jeder Schritt zum Wagnis wird, die Konzentration nur noch auf das Umräumen gerichtet ist. Ist dieser kurz vor dem Überschreiten, mache ich mich dann doch daran, die betretbaren wie auch die für die Ablage bestimmten Flächen frei zu räumen.

So ist es nun passiert, nach vielen Tagen, in denen jeder Arbeitsgang im Atelier weitere Flächen zuwucherte, das Vorige unter sich begrub, verlorenes zu Tage führte, habe ich mich daran gemacht, für das Weiterarbeiten Platz zu schaffen. Und siehe da, die Schwerkraft hat keine Chance mehr Aufgetürmtes in die wenigen, noch freien Wege zu schieben.

Das Einrichten zwischen diesen beiden Zuständen hält für mich das Leben in Gang. Auch das flache Land ist ohne das Spüren der Berge, das Neue ohne das Wissen um das Alte nicht denk- und auch nicht lebbar.

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